Tallinn

Am Freitag morgen starteten wir und unsrere Nachbarn Tess und Florian auf der Viking XPRS einen Tagesausflug nach Tallinn. Die estnische Hauptstadt liegt nur 80km südlich von Helsinki, daher dauert die Überfahrt mit der Fähre nur knapp 2 1/2 Stunden. Auf der Fähre selbst befindet sich der Hauptgrund für die meisten Passagiere für die Seereise, nämlich der riesige Alko-Shop in dem es jede Menge Alkohol zum Spotpreis (für finnische Verhältnisse) zu kaufen gibt. Daher boarden vor allem viele Finnen mit riesigen, leeren Koffern, die mit Dosen und Flaschen gefüllt werden sollen. Auch wir haben die Gelegeheut genutzt, aber dazu später.

Die Hinfahrt verging wie im Flug, das Auslaufen aus dem Helsinkier Hafen beobachteten wir von der Reling des oberen Decks, anschließend erkundeten wir das Schiff, warfen einen Blick in all die Shops, Restaurants und Bars und gönnten uns zum Schluss einen Kaffee und besagten Runebergkuchen.

Meer unter EisFlorian und Andi an der RelingFahrrinne

In Tallinn angekommen haben wir uns dann sofort auf eine Entdeckungstour durch die mittelalterliche Altstadt begeben. Diese ist wirklich sehenswert, mit Stadtmauer, vielen Türmchen, Kirchen und engen Gässchen. Seinem Ruf als Märchenstadt wird Tallinn dadurch mehr als gerecht, es ist sehr romantisch und verspielt und wurde nicht umsonst von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Während viele der Häuser durchaus auch in Helsinki stehen könnten, wird der russische Einfluss vor allem durch die Kleidung der estnischen, ähem, Damen deutlich.

Zum Schluss haben wir uns dann ein Essen bei McDonalds gegönnt. Ja gegönnt ist wirklich der richtige Ausdruck, denn McDonalds ist eines der Dinge, die in Helsinki echt total überteuert ist (nach 22.00 Uhr werden außerdem nur noch ganze Menüs zum Preis von 10Euro verkauft). In Tallinn hingegen ist es weit billiger als in Deutschland und nach 4 Wochen musste es einfach mal wieder ein Burger sein. Estland hat übrigens nicht den Euro, sondern noch die estnische Krone, er wird aber dennoch als Zahlungsmittel akzeptiert. Das, was wir von der modernen Architektur Tallinns gesehen haben war auch sehr beeindruckend, sehr viel Glas, Metall und gewagte Formen.

Insgesamt ist Tallinn wirklich eine Stadt mit viel Charme und unser Ausflug dorthin hat sich auf jeden Fall gelohnt. Im Sommer und ohne Schnee stellen wir es uns allerdings noch ein bisschen schöner vor.

Türme

Auf der Rückfahrt wurde dann deutlich, dass viele Passagiere auf der Fähre nicht nur Alkohol kaufen, sondern ihn auch konsumieren, obwohl das eigentlich nicht erlaubt ist. Naja, für uns wars lustig, denn schwankende Betrunkene auf einem sowieso schwankenden Schiff… Dann haben auch wir im Duty-Free-Shop der Fähre eingekauft. Wir ihr seht, haben wir ganz schön zugeschlagen, aber da gerade Bier und Cidre gerade halb soviel kosten wie hier im Supermarkt, blieb uns gar nicht anderes übrig. Damit sind wir nun für die nächsten Wochen versorgt und auch je eine Flasche Vodka und Salmiaki (finnischer Lakritzschnaps) und Schokolade sind in unseren Wagen gewandert. Wir wollen auch wirklich nicht alles selbst vernichten, schließlich kommt ja auch bald Besuch aus Deutschland. Also, ihr könnt kommen, Bier ist kaltgestellt!


Eine Antwort nach “Tallinn”

  • Ulli Christa sagt:

    Geistige Getränke?!!? , aber wolltet Ihr nicht eigentlich dort Studieren.–Denkfehler?– Meine Meinung,- in Südafrika wär jetzt Sommer!,- habt Ihr doch einen Fehler reingebracht?,-und Schnaps,– gibts da auch! ,- vieleicht helfen nur noch Geister ,und wenns sein muss,- aus der Flasche.
    Und ein bischen Neidisch bin ich schon!!

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