Lappland – Teil III

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Samstag morgen, wir befinden uns immernoch in Lappland. Heute wollen wir uns in einer finnischen Nationalsportart versuchen: Langlaufskifahren, natürlich im nordischen Stil. Dazu ging es in den Skiort Saariselkä, einige Kilometer südöstlich von Inari. Der Ort wartet mit mehreren Skiliften und zwei naja… nennen wir sie mal Hügel auf. Die Angebote reichen von Spa über Alpinsport bis hin zu Husky- und Schneemobilsafaris. Nachdem wir uns die Langlaufskier organisiert hatten wählten wir unser Ziel: Die Spitze des 438 Meter hohen Kaunispää. Wie sagte die Frau im Skiverleih? You chose the most terrible start for beginners. Der Aufstieg war hart und es hat uns auch einige Mal gelegt (nur Dani nicht!), aber zu guter Letzt haben wir den Gipfel erreicht. Zeit für eine Pause, heiße Schokolade und Kuchen bevor wir uns an den Abstieg wagten. Abfahren auf Langlaufskiern ist ziemlich fies (keine Kanten, Bindungen klappen hoch) und deshalb haben wir alle ordentlich viel Schnee gefressen. Die Strecke die wir zurückgelegt haben war gerade mal etwas über 5km lang und wir waren völlig erschöpft – unsere Bewunderung für die Leistungen der Langläufer bei den Lahti Ski Games ist nun nochmal um einiges größer! Die Zeit während der Heimfahrt im Bus haben wir dann auch hauptsächlich zum Schlafen genutzt.

Doch kaum im Holiday Village Inari angekommen war es schon Zeit für die letzte Herausforderung. Eisfischen auf dem zugefrorenen Inari See. Für uns war es eine kurze Episode: Nachdem wir ein Loch in das etwa 60cm dicke Eis gebohrt und die Angels ausgeworfen hatten hieß es Geduld haben. Etwa 15 oder 20 Minuten haben wir durchgehalten, dann wurde es uns zu kalt und wir tauschten den See gegen die Sauna ein. Danach gab es noch ein leckeres letztes Abendessen in Lappland bevor wir am Sonntag morgen mit dem Bus wieder gen Süden reisen würden.

Die letzte Station unserer Reise war am Sonntag das Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi. Dort hat Santa Claus, der ja der Legende nach in Finnland wohnt, sein Büro und auch das Weihnachtsmannpostamt, an das Kinder aus aller Welt ihre Wünsche schicken, befindet sich dort. Das ganze ist zwar echt nett aufgezogen, mit süßen Häusern, Eisskulpturen und riesigen Schneemännern, aber für uns zählt es wohl eher nicht zu den Highlights unseres Trips. Schließlich bringt ja nicht irgendein Weihnachtsmann die Geschenke, sondern das Christkind. Außerdem ist das ganze schon so konzipiert, um den Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen. So kostet ein Foto mit dem Weihnachtsmann in seinem Büro 25 Euro!!! Natürlich haben wir das nicht gekauft! Trotzdem hat es gut getan vor der anstehenden 12 stündigen Zugfahrt nocheinmal ein paar nette Stunden an der frischen Luft (die ist wirklich frisch in Lappland) zu verbringen. Und das direkt am (auf dem) Polarkreis.

Dann war diese unglaublich wunderbare und erlebnissreiche Reise leider schon zuende. Am Montag um 7 Uhr ist unsere Zug wieder in den Helsinkier Hauptbahnhof eingefahren. Wir haben uns in dieser Woche noch mehr als zuvor in “unser” Finnland verliebt. Wir sind uns alle einige, dass wir nach unserem Erasmusaufenthalt sicher noch mehr als einmal in dieses wunderschöne Land zurückkehren werden!

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