Lappland – Teil II

Norwegische Panoramalandschaft

Am zweiten Tag stand in Lappland stand eine Tagesreise auf unserem Plan: Wir besuchten das vierte Land in nur drei Monaten. Mit dem Bus ging es am Inarisee entlang nach Nordosten über die Grenze nach Norwegen. Die genaue Route könnt ihr auf der Karte nachvollziehen.

Während der Fahrt erzählte unsere Reiseführerin Minna noch weitere Dinge und Anekdoten über Land und Leute und wir hatten die Möglichkeit Rentiere in freier Wildbahn zu sehen. Immer wieder trafen wir kleine oder große Gruppen, die neben oder auf der Straße wanderten. Vor Motorgeräuschen haben die keine Angst, weil die Reniterhirten im Winter Heu mit Schneemobilen in den Wald fahren. Den Grenzzaun zwischen Norwegen und Finnland gibt es übrigens nur deshalb, damit die finnischen Rentiere nicht nach Norwegen laufen und umgekehrt.

Die Post wird hier übrigens vom Fahrer des Buses gebracht, der einmal am Tag zwischen der Grenze und der nächsten größeren Ortschaft  hin und her fährt. Dieser steigt allerdings nicht aus um sie einzuwerfen, sondern er kurbelt das Fenster herunter und schleudert sie in überdimensional große Briefkästen. Die Hausnummern sind hier abhängig von der Entfernung zur nächsten großen Straße, d.h. nahe der Grenze hat man ungefähr Hausnummer 15898.

Nach ein paar Fotostops erreichten wir das Norwegische Dorf Bugøynes wo wir die wohl einzige Möglichkeit bekommen sollten einer besonderen Sportart nachzugehen: Schwimmen im Arktischen Ozean. Auf den Bildern mag einen der Sonnenschein vielleicht täuschen, aber bei einer Außentemperatur von -20° Celsius ist und in Badekleidung kann man nur sagen:  Wow, das war kalt! Eine echt arktische Erfahrung!

Nach einem kurzen Rundgang im Ort und dem Besuch des lokalen Supermarkts (=Tante Emma Laden) ging es weiter nach Norden wo wir bei 70.181° nördlicher Breite den nördlichsten Punkt unserer Reise erreichen sollten. Zuvor konnten wir ein weiteres atmosphärisches Phänomen, den sogenannten Halo, bei einem letzten Fotostop in Norwegen sehen und für euch festhalten. Zurück in Finnland hielten wir für einen kurzen Einkauf in Nuorgam, dem nördlichsten Ort Finnlands und der gesamten Europäischen Union (Stand 3/2010 ;) ). Von dort aus fuhren wir am Tenojoki auf finnischer Seite nach Südwesten. Unser letzter Fotostop für diesen Tag sollte die Kirche von Utsjoki sein. Danach fielen die meisten Leute aus unserer Gruppe für die letzten 1,5 Stunden des Trips ein einen wohligen aber unbequemen Bus-schlaf.

Abgerundet wurde der Tag… na ratet… mit Sauna natürlich. Sehr zu empfehlen ist übrigens die Variante mit einem Eimer voll Schnee der ein paar Bier kühl hält. Zwischen den Saunagängen konnten wir uns im Schnee abkühlen. Ein Loch zum Baden im Eiswasser gab es leider nicht. Trotzdem hatten wir viel Spaß und fanden schnell die unterschiedlichesten Möglichkeiten die Abkühlung lustig und kreativ zu gestalten. Die Haare froren schon nach einer Minute an der Luft zu einem festen Eisgebilde: Lappland, -20°C, die Frisur hält.

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2 Antworten nach “Lappland – Teil II”

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