Lappland – Teil I

Reeeeeentiere! Viel zu früh (9 Uhr!) sind wir zur Inari Reindeer Farm (die sind auch bei Facebook!) gefahren wurden. Dort hat uns eine samisch gekleidete Samin empfangen und uns viele interessante Dinge über Rentiere erzählt hat.

  • Rentiere haben hohle Haare, damits immer schön warm ist. Außerdem gibt das Auftrieb beim schwimmen. Ja, die können schwimmen!
  • Rentiere haben “Klick-Knochen” in den Hufen, damit andere Rentiere immer wissen dass sich ein Artgenosse und kein Bär oder Vielfraß nähert.
  • Rentiere haben einen sehr guten Geruchssinn. Die Flechten die sie im Winter essen, können sie durch eine meterdicke Schneedecke wittern. Und dann wird mit den Vorderhufen gegraben.
  • Rentiere werfen einmal im Jahr ihr Geweih ab. Das der Männchen fällt im Herbst ab. Dann werden sie im Winter von den Weibchen von den Futterstellen vertrieben nachdem sie was leckeres freigelegt haben. Ziemlich fies.
  • Das Geweih kann bis zu 2cm am Tag wachsen und ist individuell für jedes Tier. Quasi der Fingerabdruck. Wenn das Ren ausgewachsen ist wächst es jedes Jahr zur gleichen Form.
  • Rentiere sind Rudeltiere, also keine Füchse. Aber der Ryhm ist phat!
  • Obwohl die meisten Rentiere das ganze Jahr in der freien Wildniss sind, gehört jedes Tier einem Besitzer. Die haben sich zu sogenannten Cooperatives zusammengeschlossen und helfen sich gegenseitig beim Rentiere hüten. Damit die Viecher nicht von einer Cooperative in die nächste abhauen gibt es laaaaaange Zäune.
  • Einmal im Jahr werden die Rentiere eingesammelt und im Roundup zusammengetrieben. Dann werden die jungen Tiere markiert und das Schlachtvieh ausgewählt.
  • Markiert werden Rentiere indem die Ohren eingeschnitten werden. Da gibts 1000 Kombinationen und jede Familie hat ihr individuelles Muster das von Generation zu Generation weitergegeben und erweitert wird. Wir finden das gemein, da können die Rens doch nicht mehr richtig hören und es pfeift wenn viel Wind geht.
  • Rentiere wollen nicht gestreichelt werden.
  • Rentiere sind sooooo süß!

Das war viel, aber es gibt noch viiiel mehr. Fragt doch mal Wikipedia.

Dani hat ganz ausführlich einige dieser posierlichen Tierchen gefüttert und sich noch mehr in sie verliebt. Man erahnt den Konflikt zwischen füttern und futtern… Florian und Tess wagten einen kurzen Trip mit dem Rentierschlitten und dann wurde es Zeit etwas praktisches zu lernen: Lassowerfen. Wesentlich schwerer als es aussieht aber bestimmt nützlich wenn man es kann und irgendwas zum einfangen hat. Kann man Eltern nur empfehlen.

Vom vielen Stehen bekamen wir aber bald kalte Zehen und drum ging es in eine traditionelle Kothe wo wir uns bei Kaffee/Tee und Plätzchen wieder aufwärmten. Die Samifrau erzählte noch einige interessante Sachen über die Kultur der Sami und stellte einige Handicrafts (eng.: in Handarbeit hergestellte Sachen) wie Messer, Becher aus Birkenholz und Schmuck vor. Dann (wer konnte es ahnen…) ging es in den Souvenirshop: Wirklich tolle, schöne und nützliche Sachen hatten sie da. Leider aber sehr teuer und Andi ist mit meinem Schweizer Offiziersmesser noch sehr zufrieden. Trotzdem… so ein Messer mit Knauf aus Elchknochen und Rentiergeweih… nee doch nicht.

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Aber der Tag war ja noch laaaange nicht vorbei!

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