To Hell with the Devil!

Es ist schon etwas makaber, wenn der Pfarrer und sein Gefolge in die Kirche einzieht und dabei aus meterhohen Boxen Musik schallt, von der man denken muss, dass sie zur Verehrung von Satan höchstpersönlich gedacht ist. Genau das haben wir heute erlebt, denn wir waren in einer Metalmesse. Schon die Felsenkirche, in der diese stattfand, an sich ist beeindruckend und eine der am häufigsten besuchten Sehenswürdigkeiten Helsinkis. Eine kreisrunde, in den Fels gesprengte Kirche mit einem tollen Ambiente und vor allem einer tollen Akkustik. Diese kam heute besonders gut zur Geltung, denn in dieser Messe sang nicht nur die Gemeinde die Kirchenlieder, das übernahm eine 10-köpfige White Metal Band. Die haben die Kirchenbuch-lieder auf ihre Weise interpretiert, d.h. mit verdammt viel Gitarre und echt laut. Aber auch echt verdammt gut! Die Hammerstimme der Sängerin setzte dann noch eins drauf. Auf dem Video, gemacht mit meiner Digitalkamera, kommt das natürlich nicht mal ansatzweise so rüber wie es wirklich war, aber man kann es erahnen.

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Das Stück war übrigens eher eines der “softeren”. Weiter Informationen zum Projekt Metallimessu = Metalmesse bekommt man auf seiner leider nur finnischen Internetseite (Bilder und Videos kann man ja trotzdem anschauen).

Es ist wirklich erstauntlich wie Musik eine Veranstaltungen wie einen Gottesdienst verändern kann. Es war einfach sehr unterhaltsam, kein bisschen langweilig und hat uns echt gut gefallen. The church made my day – ich glaube das hab ich vorher noch nie gesagt.

Vom Gottesdienst selbst haben wir nicht so viel verstanden, der war natürlich auf Finnisch. Aber die markanten Stellen, wie Glaubensbekenntnis, Vater unser und Fürbittten haben wir schon erkannt. Klar geworden ist aber, dass der Pfarrer, genannt “metallipastori”, mit langen Haaren und Metalerbart, sehr charismatisch und unterhaltsam war, die finnischen Kirchenbesucher waren ständig am schmunzeln. Bevor er am Ende die Kirche verließ, machte er nocheinmal deutlich, welches Statement diese Veranstaltung setzen sollte, indem er die Arme hob rief: “TO HELL WITH THE DEVIL!”


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